Wann lernt man teilen? – Leitfaden für Eltern & Erzieher

Ein Kleinkind teilt Spielzeug mit einem Freund auf einem bunten Spielteppich, umgeben von einer Vielzahl von Spielzeugen. Sie strahlen vor Freude, während das eine Kleinkind dem anderen ein Spielzeug übergibt. Fotografie im realistischen Stil mit Fokus auf natürlichem Licht und Tiefenschärfe, aufgenommen mit einer DSLR-Kamera und einem 50-mm-Objektiv.

Teilen ist nicht nur eine soziale Fähigkeit, sondern ein Herzstück der kindlichen Entwicklung, das weit über das einfache Weitergeben von Spielzeug hinausgeht.

Es ist ein Prozess, der Empathie, soziale Interaktion und emotionale Intelligenz fördert. Doch wann beginnen Kinder zu teilen, und wie können wir als Eltern und Erzieher diesen wichtigen Meilenstein unterstützen? Dieser Leitfaden taucht tief in die Welt des Teilens ein, von den ersten zaghaften Versuchen im Kleinkindalter bis zur gefestigten Praxis im Vorschulalter.

Begleitet mich auf dieser spannenden Reise, um zu entdecken, wie wir die Samen der Großzügigkeit in den Herzen unserer Kinder pflanzen können. 🌱

Das Teilen ist eine Kunst, die Kinder behutsam erlernen, geformt durch Erlebnisse und die liebevolle Führung der Menschen um sie herum.

In den ersten Lebensjahren entdecken Kinder die Freude, aber auch die Herausforderungen, die das Teilen mit sich bringt. Dieser Leitfaden bietet praktische Einblicke und Tipps, wie wir Kinder auf ihrem Weg begleiten können, diese wichtige soziale Kompetenz zu entwickeln.

Lassen Sie uns gemeinsam erkunden, wie wir eine Kultur des Teilens und der Empathie fördern können, die unsere Kinder durch ihr ganzes Leben begleiten wird.

AlterEntwicklungsstufeHerausforderungenUnterstützungsstrategien
18 Monate – 3 JahreEntwicklung des BesitzgefühlsSchwierigkeiten beim Teilen; starkes „Das ist meins!“ GefühlGeduld zeigen, positives Beispiel sein, nicht zum Teilen zwingen
3 – 4 JahreBeginn des sozialen VerständnissesErkennen der Vorteile des Teilens, aber noch unsicherEmpathie fördern, Teilen als positive Erfahrung vermitteln
Rolle der Eltern/ErzieherModellverhalten und UnterstützungVorbild sein, Empathie und positive Erfahrungen fördern
Einfluss von GeschwisternChance und Herausforderung beim TeilenlernenGerechtigkeit betonen, individuelle Stärken fördern

In diesem Artikel tauchen wir tief in die verschiedenen Phasen ein, die Kinder durchlaufen, wenn sie lernen zu teilen. Wir erkunden, wie Eltern und Erzieher diesen Prozess unterstützen können, und beleuchten die individuellen Unterschiede sowie den Einfluss von Geschwistern auf das Teilenlernen. Es ist ein spannender und manchmal herausfordernder Weg, aber mit Geduld und Verständnis können wir Kindern helfen, die Freude am Teilen zu entdecken.

Die ersten Schritte: Teilen im Kleinkindalter

Entwicklung des Besitzgefühls bei Kindern zwischen 18 Monaten und 3 Jahren

In den ersten Lebensjahren entwickeln Kinder ein starkes Besitzgefühl, ein natürlicher und wichtiger Schritt in ihrer Entwicklung. Dieses Gefühl beginnt in der Regel, sich zwischen 18 Monaten und 3 Jahren zu manifestieren. Kinder beginnen, ihre Welt zu erkunden und zu verstehen, was es bedeutet, etwas „meins“ zu nennen. Diese Phase ist geprägt von dem Wunsch, Objekte zu besitzen und zu kontrollieren, was ein Schlüsselaspekt der individuellen Identitätsbildung ist.

Es ist wichtig zu verstehen, dass dieses starke Besitzgefühl nicht aus Selbstsucht entsteht, sondern aus dem Bedürfnis, Sicherheit und Verständnis ihrer Umwelt zu erlangen. In diesem Alter haben Kinder noch nicht die kognitive Fähigkeit entwickelt, sich in andere hineinzuversetzen oder die sozialen Vorteile des Teilens zu erkennen.

Herausforderungen beim Teilen in diesem Alter und wie Eltern unterstützen können

Das Teilen stellt in diesem Entwicklungsstadium eine Herausforderung dar, da Kinder noch lernen, ihre eigenen Gefühle und die der anderen zu verstehen. Die Herausforderung für Eltern und Erzieher besteht darin, Unterstützung zu bieten, ohne Druck auszuüben oder das Kind zum Teilen zu zwingen.

Hier sind einige Strategien, wie Eltern ihre Kinder unterstützen können:

  • Vorbild sein: Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn sie sehen, dass ihre Eltern teilen, sind sie eher geneigt, dieses Verhalten zu imitieren.
  • Geduld zeigen: Verstehen, dass das Teilen für Kinder in diesem Alter schwierig sein kann, und geduldig bleiben.
  • Positive Verstärkung: Loben Sie Ihr Kind, wenn es teilt, um positives Verhalten zu verstärken.
  • Spielerisch lernen: Spiele und Aktivitäten, die das Teilen fördern, können Kindern helfen, die Vorteile und Freuden des Teilens zu entdecken.

Praxisbeispiel: Ein 2-jähriges Kind spielt gerne mit einem bestimmten Spielzeugauto und möchte es nicht mit seinem Freund teilen. Die Eltern können ein weiteres Spielzeugauto hinzufügen und zeigen, wie das gemeinsame Spielen die Spielzeit noch lustiger machen kann, ohne Druck auszuüben. Sie können auch das Teilen durch das Übergeben eines Spielzeugs von einer Hand zur anderen demonstrieren und dabei betonen, wie schön es ist, zusammen zu spielen.

Strategien zum Fördern des TeilensBeschreibung
Vorbild seinKinder ahmen das Verhalten der Eltern nach. Teilen Sie aktiv in Gegenwart Ihres Kindes.
Geduld zeigenErkennen Sie, dass das Teilen eine erlernte Fähigkeit ist, die Zeit braucht.
Positive VerstärkungLoben Sie Ihr Kind, wenn es teilt, um positives Verhalten zu fördern.
Spielerisch lernenNutzen Sie Spiele, die das Teilen als Teil des Spaßes integrieren.

Indem Eltern diese Strategien anwenden, können sie ihre Kinder unterstützen, die Freude und den Wert des Teilens zu entdecken und zu lernen, wie sie durch Teilen positive soziale Interaktionen fördern können.

Entwicklung des Teilens im Vorschulalter

Kinder im Vorschulalter teilen beim Spielen, eine Gruppe von 3- bis 4-jährigen Kindern versammelt sich um einen Sandkasten auf einem sonnigen Spielplatz, ein Kind gibt einer anderen eine Schaufel, im Hintergrund Lachen und lebendige Spielgeräte, Illustration, digitale Kunst mit hellen, fröhlichen Farben und übertriebenen Ausdrücken, um die Freude am Teilen zu betonenDie Rolle des sozialen Verständnisses für das Teilen bei 3- bis 4-jährigen Kindern

In diesem Alter machen Kinder bedeutende Fortschritte in ihrem sozialen Verständnis, was einen direkten Einfluss auf ihre Fähigkeit und Bereitschaft zu teilen hat. Kinder beginnen, Empathie zu entwickeln und können sich zunehmend in die Gefühle anderer hineinversetzen. Sie erkennen, dass ihre Handlungen – wie das Teilen von Spielzeug – positive Reaktionen bei ihren Spielkameraden hervorrufen können. Dieses erweiterte soziale Bewusstsein hilft Kindern zu verstehen, dass Teilen nicht nur eine freundliche Geste ist, sondern auch eine Möglichkeit, positive soziale Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.

Um das soziale Verständnis und die Teilungsbereitschaft bei Kindern in diesem Alter zu fördern, ist es wichtig, dass Eltern und Erzieher die sozialen Interaktionen der Kinder sorgfältig begleiten und unterstützen. Die Einführung von Konzepten wie Fairness, Geduld und Reihe um (Abwechseln) kann Kindern helfen, die sozialen und emotionalen Vorteile des Teilens zu erkennen.

Praktische Tipps für Eltern, um das Teilen zu fördern

Eltern spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung des Teilens und können verschiedene Strategien anwenden, um ihre Kinder zu unterstützen:

  • Positives Feedback geben: Verstärken Sie das Teilungsverhalten Ihres Kindes mit Lob und Anerkennung. Dies bestärkt das Kind darin, dass Teilen eine geschätzte Handlung ist.
  • Empathie fördern: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Gefühle – sowohl die eigenen als auch die anderer. Dies hilft, die Fähigkeit zur Empathie zu entwickeln, die grundlegend für das Teilen ist.
  • Rollenspiele: Nutzen Sie Rollenspiele, um Situationen zu simulieren, in denen Teilen erforderlich ist. So kann Ihr Kind spielerisch lernen, wie es sich in realen Situationen verhalten kann.
  • Konfliktlösung üben: Nutzen Sie Konflikte als Lernmöglichkeiten. Helfen Sie Ihrem Kind zu verstehen, wie Konflikte durch Teilen gelöst werden können, und fördern Sie Lösungen, die für alle Beteiligten fair sind.

Praxisbeispiel: Während eines Spieltermins streiten sich zwei Kinder um dasselbe Spielzeug. Anstatt sofort einzugreifen, können Eltern die Situation beobachten und dann sanft eingreifen, indem sie die Kinder ermutigen, über ihre Gefühle zu sprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden, wie das Spielzeug geteilt werden kann. Dies könnte beinhalten, dass sie sich beim Spielen abwechseln oder ein ähnliches Spielzeug finden, das sie gemeinsam nutzen können.

Tipps zur Förderung des TeilensBeschreibung
Positives Feedback gebenAnerkennung und Lob für geteiltes Verhalten zeigen
Empathie fördernGespräche über Gefühle führen und empathisches Verhalten ermutigen
Rollenspiele nutzenDurch Nachahmung und Simulation das Teilen in einem kontrollierten Rahmen üben
Konfliktlösung übenKonflikte als Gelegenheiten zum Lernen nutzen und faire Lösungen fördern

Indem Eltern diese Strategien anwenden, unterstützen sie nicht nur die Entwicklung des sozialen Verständnisses ihrer Kinder, sondern fördern auch aktiv die Fähigkeit und Bereitschaft zu teilen. Dies legt den Grundstein für starke soziale Beziehungen und eine positive emotionale Entwicklung.

Die Rolle der Eltern und Erzieher beim Teilenlernen

Eltern lehren ein Kind das Teilen, eine gemütliche Wohnzimmerszene, in der ein Elternteil sich auf Augenhöhe mit ihrem Kind hinkniet und sanft einem anderen Kind ein Spielzeug anbietet, wobei das ermutigende Lächeln des Elternteils und die neugierigen Ausdrücke der Kinder betont werden; Kunstwerk, Aquarellmalerei mit weichen, warmen Tönen, um eine fürsorgliche und unterstützende Atmosphäre zu vermitteln.Wie Vorbilder das Teilen beeinflussen

Eltern und Erzieher sind die wichtigsten Vorbilder für Kinder, wenn es darum geht, soziale Fähigkeiten wie das Teilen zu lernen. Durch ihr eigenes Verhalten zeigen sie den Kindern, was es heißt, großzügig zu sein und wie positiv es ist, mit anderen zu teilen. Kinder beobachten und imitieren das Verhalten der Erwachsenen in ihrem Umfeld, wodurch die Art und Weise, wie Eltern und Erzieher teilen, direkten Einfluss auf die Entwicklung dieser Fähigkeit bei den Kindern hat.

Es ist entscheidend, dass Eltern und Erzieher bewusst teilen und dies in Alltagssituationen demonstrieren. Zum Beispiel kann das Teilen von Essen, das gemeinsame Nutzen von Gegenständen oder das Wechseln bei der Nutzung gemeinsamer Räume Kindern praktische Beispiele geben, wie Teilen funktioniert und warum es wichtig ist.

Die Bedeutung von Empathie und positiven Erfahrungen

Empathie ist eine Grundlage für das Teilen, da sie Kindern ermöglicht, die Gefühle anderer zu verstehen und zu berücksichtigen. Eltern und Erzieher können Empathie fördern, indem sie über Gefühle sprechen, empathisches Verhalten modellieren und Kindern helfen, die Perspektive anderer zu übernehmen. Positive Erfahrungen mit dem Teilen stärken das Selbstbewusstsein der Kinder und zeigen ihnen, dass ihr Handeln positive Auswirkungen auf andere hat.

Durch das Schaffen von Situationen, in denen Kinder teilen können und dafür positive Rückmeldungen erhalten, lernen sie, dass Teilen nicht nur eine Erwartung, sondern eine bereichernde Handlung ist, die Freude bereitet. Spiele, die das Teilen und die Zusammenarbeit fördern, sowie Geschichten über Teilen und Freundschaft können ebenfalls wichtige Lernwerkzeuge sein.

Praxisbeispiel: Ein Erzieher nutzt eine Geschichte über Freundschaft und Teilen, um mit den Kindern über die Bedeutung des Teilens zu sprechen. Anschließend organisiert er ein Spiel, bei dem die Kinder sich Spielzeug teilen müssen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Dies lehrt die Kinder nicht nur das Teilen, sondern lässt sie auch die Freude erleben, die aus gemeinsamem Erfolg entsteht.

Strategien zur Förderung von Empathie und positiven ErfahrungenBeschreibung
Über Gefühle sprechenHilft Kindern, Empathie zu entwickeln und zu verstehen, wie ihre Handlungen andere beeinflussen
Empathisches Verhalten modellierenZeigt Kindern durch das eigene Beispiel, wie man empathisch auf die Bedürfnisse anderer reagiert
Spiele und Geschichten nutzenBietet praktische und greifbare Beispiele für das Teilen und dessen positive Auswirkungen

Indem Eltern und Erzieher bewusst als Vorbilder agieren, Empathie fördern und positive Erfahrungen mit dem Teilen schaffen, legen sie den Grundstein für die Entwicklung dieser wichtigen sozialen Fähigkeit. Sie helfen Kindern nicht nur, die Freude am Teilen zu entdecken, sondern bereiten sie auch darauf vor, empathische und kooperative Mitglieder ihrer Gemeinschaft zu werden.

Individuelle Unterschiede und der Einfluss von Geschwistern

Geschwister lernen zu teilen, intimes Schlafzimmer mit zwei Geschwistern, die sich gegenüber sitzen, der ältere gibt dem jüngeren ein Buch, Raum voller sanften Nachmittagslichts durch ein Fenster, Fotografie, authentischer Stil erfasst den echten Moment der Verbindung, Verwendung einer spiegellosen Kamera mit 85-mm-Objektiv für geringe TiefenschärfeWarum manche Kinder schneller lernen zu teilen als andere

Die Fähigkeit und Bereitschaft von Kindern zu teilen, ist von verschiedenen Faktoren beeinflusst, einschließlich ihrer individuellen Persönlichkeit, Entwicklungsstufe und den Erfahrungen, die sie in ihrem sozialen Umfeld machen. Einige Kinder zeigen eine natürliche Neigung zum Teilen und zur Empathie, während andere Kinder mehr Zeit und Unterstützung benötigen, um die Bedeutung und den Wert des Teilens zu erkennen.

Persönlichkeitsmerkmale wie Offenheit, soziale Sensibilität und die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, spielen eine große Rolle. Darüber hinaus beeinflussen die Erziehungsmethoden und das Verhalten der Eltern und Erzieher, wie schnell ein Kind lernt zu teilen. Ein Umfeld, das Kooperation und positive soziale Interaktionen fördert, unterstützt Kinder dabei, diese wichtigen sozialen Fähigkeiten schneller zu entwickeln.

Geschwister als Chance und Herausforderung beim Lernen des Teilens

Das Aufwachsen mit Geschwistern bietet tägliche Gelegenheiten zum Teilen und kann sowohl förderlich als auch herausfordernd für die Entwicklung dieser Fähigkeit sein. Geschwister zu haben, bedeutet, ständig in Situationen zu sein, in denen Teilen erforderlich ist, sei es bei Spielzeug, Aufmerksamkeit der Eltern oder Raum. Diese ständige Praxis kann Kindern helfen, das Teilen als einen normalen Teil des Lebens zu sehen.

Chancen:

  • Geschwister bieten ein direktes Umfeld für soziales Lernen, in dem Kinder die Auswirkungen ihres Teilungsverhaltens unmittelbar erleben.
  • Ältere Geschwister können als Vorbilder für jüngere Geschwister dienen und zeigen, wie und warum geteilt wird.

Herausforderungen:

  • Geschwisterkonflikte um Besitztümer können das Lernen des Teilens erschweren, wenn sie nicht angemessen gehandhabt werden.
  • Unterschiedliche Bedürfnisse und Persönlichkeiten der Geschwister können zu Eifersucht und Wettbewerb führen, was das Teilenlernen beeinträchtigen kann.

Praxisbeispiel: Zwei Geschwister streiten sich um ein Spielzeug. Die Eltern nutzen diese Gelegenheit, um ein Gespräch über Fairness und Abwechseln zu führen, anstatt einfach eine Lösung vorzuschreiben. Sie ermutigen die Kinder, selbst eine Lösung zu finden, die für beide akzeptabel ist, und unterstützen sie dabei, Empathie für die Gefühle des anderen zu entwickeln.

Einfluss von GeschwisternBeschreibung
ChancenTägliches Übungsfeld für das Teilen; Geschwister als Vorbilder
HerausforderungenKonflikte um Besitztümer; Eifersucht und Wettbewerb

Indem Eltern und Erzieher die individuellen Unterschiede zwischen Kindern erkennen und die einzigartigen Gelegenheiten und Herausforderungen, die Geschwisterbeziehungen mit sich bringen, geschickt navigieren, können sie alle Kinder unterstützen, das Teilen und andere soziale Fähigkeiten erfolgreich zu lernen.

Infografik: Einflussfaktoren auf das Sozialverhalten von Kindern

Mindmap visualisiert den Einfluss von Medien, Nutzung digitaler Medien, psychische und Verhaltensprobleme, soziale Medien Nutzung und das Engagement in Bildungseinrichtungen auf das Sozialverhalten von Kindern.Diese Mindmap bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Faktoren, die das Sozialverhalten von Kindern beeinflussen.

Von der Rolle der Medien und digitalen Geräte bis hin zu psychischen Gesundheitsrisiken und der Bedeutung von Engagement in Bildungseinrichtungen – die Grafik stellt die komplexen Zusammenhänge verständlich dar. Insbesondere die Nutzung digitaler Medien ab einem jungen Alter und die Auswirkungen sozialer Medien auf Freundschaften und soziale Interaktionen sind hervorgehoben. Zusätzlich wird die Unterstützung durch Kita- und Schulfördervereine in den Blick genommen, die Projekte zur Förderung des Sozialverhaltens initiieren. Die zugrunde liegenden Daten und Statistiken beleuchten wichtige Trends und Herausforderungen im Sozialverhalten von Kindern und bieten wertvolle Einblicke für Eltern, Erzieher und Interessierte.

Für weiterführende Informationen und die detaillierten Statistiken, die diese Analyse unterstützen, besuchen Sie bitte Statista.

Persönliche Erlebnisse aus dem Bekannten-/Freundeskreis

Eine Bekannte von mir, Jasmin, hat zwei Töchter im Alter von 4 und 6 Jahren. Sie erzählte mir kürzlich diese berührende Anekdote:

„Vor kurzem hatten meine Töchter eine kleine Auseinandersetzung wegen eines Plüschtiers. Anstatt sofort einzugreifen, beobachtete ich die Situation und ermunterte sie dann, miteinander zu sprechen und selbst eine Lösung zu finden. Zuerst waren sie frustriert und konnten sich nicht einigen. Doch nach einer Weile sagte die ältere Tochter: ‚Lass uns doch gemeinsam damit spielen und uns dann abwechseln.‘

Ich war so stolz auf sie! Sie hatten nicht nur gelernt zu teilen, sondern auch eine faire Lösung gefunden, bei der beide zufrieden waren. Ich bestärkte sie in ihrer Entscheidung, und sie spielten den ganzen Nachmittag glücklich zusammen, ohne zu streiten. Das gemeinsame Spiel verband sie und erinnerte sie daran, dass Teilen für beide Freude bedeuten kann.“

Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zum Thema Teilenlernen

Das Erlernen des Teilens ist ein wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung, der tief in den sozialen und emotionalen Wachstumsprozessen verwurzelt ist.

Es beginnt im Kleinkindalter mit der Entwicklung des Besitzgefühls und setzt sich im Vorschulalter mit einem zunehmenden sozialen Verständnis fort. Die Rolle der Eltern und Erzieher als Vorbilder ist dabei unerlässlich, da Kinder durch Nachahmung lernen und durch die gelebten Beispiele im Alltag geformt werden. Empathie und positive Erfahrungen sind grundlegend, um Kindern die Freude und den Wert des Teilens zu vermitteln.

Individuelle Unterschiede zwischen Kindern sowie der Einfluss von Geschwistern spielen eine wichtige Rolle im Teilenlernprozess, bieten aber gleichzeitig Chancen und Herausforderungen.

Abschließende Gedanken und Tipps für Eltern

Teilen ist mehr als nur eine Handlung; es ist eine Lebensweise, die Empathie, Respekt und Kooperation fördert. Eltern und Erzieher können Kinder auf diesem Weg unterstützen, indem sie:

  • Vorbild sein: Leben Sie das Teilen im Alltag vor und zeigen Sie, dass Teilen eine positive und befriedigende Erfahrung ist.
  • Empathie fördern: Helfen Sie Kindern, ihre eigenen Gefühle und die Gefühle anderer zu verstehen und darauf angemessen zu reagieren.
  • Positive Erfahrungen schaffen: Loben und ermutigen Sie Ihr Kind, wenn es teilt, und schaffen Sie Situationen, in denen das Teilen belohnt wird.
  • Geduld haben: Jedes Kind ist einzigartig und entwickelt Fähigkeiten in seinem eigenen Tempo. Geduld und Verständnis sind Schlüssel zum Erfolg.

Praxisbeispiel: Organisieren Sie Spielgruppen oder Aktivitäten, die das Teilen und die Zusammenarbeit zwischen Kindern fördern. Beobachten Sie die Interaktionen, leiten Sie sanft, wenn nötig, und erkennen Sie die Bemühungen und Erfolge der Kinder an.

Indem wir eine Kultur des Teilens und der Empathie in unseren Familien und Bildungseinrichtungen fördern, bereiten wir unsere Kinder darauf vor, mitfühlende, verständnisvolle und kooperative Erwachsene zu werden. Teilen lehrt nicht nur den Umgang mit materiellen Gütern, sondern fördert auch soziale Fähigkeiten, die in allen Lebensbereichen von Bedeutung sind. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam mit unseren Kindern gehen, um eine Zukunft zu schaffen, in der Teilen und Zusammenarbeit selbstverständlich sind.

FAQ zum Thema Teilenlernen bei Kindern

Kinder beginnen bereits im Kleinkindalter, zwischen 18 Monaten und 3 Jahren, ein Verständnis für Besitz zu entwickeln. In dieser Phase kann es für sie herausfordernd sein zu teilen. Ein bewusstes Teilenlernen mit Unterstützung beginnt oft im Alter von 3 bis 4 Jahren, wenn Kinder ein besseres soziales Verständnis entwickeln.

Wichtig ist es, Geduld zu zeigen und Ihr Kind nicht zum Teilen zu zwingen. Stattdessen können Sie durch Vorbildfunktion, positive Verstärkung und das Schaffen von empathischen Lernerfahrungen unterstützen. Diskutieren Sie mit Ihrem Kind über Gefühle und die positiven Aspekte des Teilens, um ein tieferes Verständnis zu fördern.

Geschwister können sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung darstellen. Sie bieten tägliche Möglichkeiten zum Teilen und können als Vorbilder dienen. Gleichzeitig können Geschwisterkonflikte auftreten, die aber auch als Lerngelegenheiten genutzt werden können, um das Teilen und die Konfliktlösung zu üben.

Integrieren Sie das Teilen in alltägliche Aktivitäten und seien Sie ein aktives Vorbild im Teilen mit anderen. Nutzen Sie Rollenspiele, Geschichten und Spiele, die das Teilen fördern. Sprechen Sie offen über Gefühle und zeigen Sie, wie das Teilen positive Auswirkungen auf andere hat.

Verstehen Sie zuerst die Gründe hinter der Weigerung und zeigen Sie Empathie für die Gefühle Ihres Kindes. Arbeiten Sie an Lösungen, die die Bedürfnisse aller Kinder berücksichtigen. Manchmal kann das Einrichten von abwechselnden Spielzeiten oder das Finden eines ähnlichen Gegenstands zum Teilen helfen. Wichtig ist, eine positive und unterstützende Umgebung zu schaffen, in der Ihr Kind langsam die Freude und den Wert des Teilens erkennen kann.

Quiz zum Thema Teilenlernen bei Kindern

1. In welchem Alter beginnen Kinder typischerweise, ein Besitzgefühl zu entwickeln?



2. Welche Rolle spielen Geschwister beim Teilenlernen?



3. Wie können Eltern das Teilen fördern?



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